Verbot für „Tofubutter“ und Co

Rein pflanzliche Lebensmittel dürfen nicht unter der Bezeichnung „Milch“, „Butter“ oder „Käse“ verkauft werden - „Vegetarisches Schnitzel“ ist aber weiterhin zulässig.

In einem Grundsatzurteil hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) am 14.06.2017 entschieden, dass die Bezeichnung „Milch“ ausschließlich Milch tierischen Ursprungs vorbehalten ist. Entsprechendes gilt für Bezeichnungen wie „Rahm“, „Sahne“, „Butter“, „Käse“ oder „Joghurt“, die ausschließlich für Produkte aus Milch tierischen Ursprungs verwendet werden dürfen.

Laut aktuellem Urteil können vegetarische oder vegane Lebensmittel auch dann nicht unter den genannten Bezeichnungen vermarktet werden, wenn klarstellende oder beschreibende Zusätze auf den pflanzlichen Ursprung des entsprechenden Produktes hinweisen. So sind z.B. auch „Tofubutter“, „Pflanzenkäse“ oder ähnliche Bezeichnungen verboten.

Der EuGH bezieht sich auf die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 und weist  darauf hin, dass das Verbot nicht für vegetarische oder vegane Fleisch- oder Fisch-Alternativprodukte gilt. Anders als bei Milcherzeugnissen liegen bei Fleischerzeugnissen keine Unionsvorschriften zum Bezeichnungsschutz vor. Demnach bleibt die Vermarktung von „vegetarischen Schnitzeln“ und ähnlichen Produkten nach wie vor zulässig.

Das vollständige Urteil des EuGH finden Sie hier. 

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Dr. Lars Müller
Lebensmittelchemie
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