Rückruf von Fipronil-belasteten Eiern aus den Niederlanden und Belgien

Die belgische Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit (FAVV) und die niederländische Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) haben Eier von verschiedenen Geflügelhöfen für die Vermarktung gestoppt. Grund ist die nachweisliche Belastung mit dem Insektizidwirkstoff Fipronil.

Laut den zuständigen Behörden in Deutschland gelangten rund 2,9 Millionen Eier nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Diese sind bereits zum Teil im Handel und verkauft. Der Rückruf wurde gestartet. 

Fipronil ist ein Kontaktgift gegen Ektoparasiten wie Flöhe, Zecken und Milben und als Tierarzneimittel für Katzen und Hunde zugelassen. Eine Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist verboten.

Als Pflanzenschutzmittel ist der Wirkstoff Fipronil in der EU noch bis 31. Juli 2018 zugelassen. Auf nationaler Ebene erlauben Belgien und die Niederlande die Anwendung als Pflanzenschutzmittel. In Deutschland sind Fipronil-haltige Insektizide allerdings nicht zugelassen.

Im Rundschreiben Nr. 17 des Vereins für alternative kontrollierte Tierhaltungsformen (KAT) vom 27. Juli 2017 an seine Mitglieder und Systemteilnehmer wird darauf hingewiesen, dass die Anwendung eines Desinfektionsmittels als eine mögliche Quelle für den Fipronil-Eintrag anzusehen ist.

Es wird empfohlen sich bei den Lieferanten entsprechender Mittel eine Bestätigung für die Fipronil-Freiheit einzuholen. Bei Verwendung Fipronil-haltiger Mittel sind zwingend die tierischen Produkte auf Fipronil-Freiheit zu prüfen.

Am 30. Juli 2017 hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine angeforderte Stellungnahme zu den nachgewiesenen Fipronilgehalten in tierischen Lebensmitteln veröffentlicht. Aus dieser geht hervor, dass von den Fipronil-kontaminierten Eiern für Erwachsene keine konkrete Gesundheitsgefahr ausgeht. Die gemessenen Werte von 0,0031 mg/kg bis 1,2 mg/kg Hühnerei können aber eine gesundheitliche Gefährdung für Kleinkinder darstellen.

Unser Analytikservice


Die Food GmbH bietet die entsprechende Analytik für Fipronil und den relevanten Sulfonmetaboliten (MB46136) mittels LC-MS/MS an. Wir erstellen Ihnen gern ein Angebot und garantieren eine zügige und kompetente Bearbeitung Ihrer Proben.

Die Probenmenge beträgt je nach Lebensmittel mindestens:

  • 12 Hühnereier (pro Lot)
  • 500 g Fleisch

Bei Fragen helfen Ihnen unsere Experten gern weiter!
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Ansprechpartner

Dr. Uwe Dornberger
Schadstoff- und Rückstandsanalytik

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