"Ohne Gentechnik" - Kennzeichnung bei Lebensmitteln und Futtermitteln

Seit Juli 2017 ist die Food GmbH Jena als Unternehmen der Synlab-Gruppe Mitglied beim Verein für Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Als Laborpartner untersuchen wir Lebensmittel und Futtermittel auf gentechnische Veränderungen. So begleiten wir die gesamte Lebensmittelkette – vom Futtermittel bis zum fertigen Endprodukt – und unterstützen unsere Kunden bei der Auslobung von Gentechnik-freien Produkten.

Unsere Analytik und Dokumentation (inkl. Prüfberichte) erfüllen alle Vorgaben des VLOG und können daher von Produzenten, die das Label "Ohne Gentechnik" verwenden wollen, als Nachweis genutzt werden.

Rechtliche Grundlage für das Label "Ohne Gentechnik" auf Lebensmitteln ist das EG-Gentechnik-Durchführungsgesetz (EGGenTDurchfG). Die darin aufgeführten Anforderungen verbieten eine gentechnische Veränderung bei direkten Lebensmittelzutaten.

Darüber hinaus befasst sich das Gesetz mit dem Vorhandensein von gentechnisch-veränderten Pflanzen (GVO) in Futtermitteln: Für unbeabsichtigte, zufällige und technisch unvermeidbare Kontaminationen mit in der EU zugelassenen GVO gilt ein Schwellenwert von 0,9 % relativer GVO-Anteil bezogen auf die jeweilige Futtermittelzutat (z.B. 0,9% GVO-Soja bezogen auf Gesamtsojagehalt; Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 über genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel).

Aufgrund des weltweit zunehmenden GVO-Anbaus insbesondere bei Soja, Mais und Raps sowie der Abhängigkeit der EU von Futtermittelimporten, beschloss die EU-Kommission 2011 eine Durchführungsverordnung, mit der ein 0,1 %-Anteil an in der EU nicht zugelassenen (aber sicherheitsbewerteten) GVO in Futtermitteln toleriert wird (Verordnung (EU) Nr. 619/2011).

VLOG vergibt zur besseren Kennzeichnung von Futtermitteln, die für eine Gentechnik-freie Produktion von Lebensmitteln nach EGGenTDurchfG geeignet sind, ein "VLOG geprüft"-Siegel.


GVO-Analytik bei der Food GmbH Jena


Die sicherste Methode zur Feststellung der GVO-Freiheit bzw. zur Bewertung der Verkehrsfähigkeit und ggf. Kennzeichnungspflicht einer Probe ist die Laboranalyse mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR).

Die Untersuchung auf GVO ist in unserem Labor zur Minimierung Ihrer Kosten modular aufgebaut. Modul 1 ist ein Screening, das eine schnelle und preiswerte ja/nein-Antwort zur Anwesenheit von GVO liefert. Lebensmittel, die ein positives GVO-Ergebnis haben, sind für die Siegelnutzung nicht mehr zugelassen.

Futtermittel, die ein positives Ergebnis für GVO aufweisen, werden quantifiziert (Modul 3). Danach entscheidet sich, ob das Futtermittel gekennzeichnet werden muss. Mit der Identifizierung der gentechnischen Veränderung (Modul 2) entscheidet sich, ob sie von einer in der EU zugelassene GVO-Sorte stammt oder nicht. Außerdem hilft die Identifizierung dabei die Herkunft der gentechnischen Veränderung festzustellen und deren Eintrag abstellen zu können.

Unsere Prüfberichte dienen als Nachweise der GVO-Freiheit bei Lebens- und Futtermitteln. Sie genügen den Anforderungen des Vereins für Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).

Probenversand

Beachten Sie die notwendige Probenmenge und vermerken Sie bitte auf dem Auftragsschein "VLOG".

  • Futtermittel: mind. 500g
  • Rohwaren (z.B. ganze Körner): Mais mind. 1000 g, Soja mind. 700 g, Raps mind. 60g

Kontakt

Haben Sie noch Fragen, dann kontaktieren Sie uns gern.

Dr. Reinhard Baier
Molekularbiologie
Tel: 03641 - 3096 -420
Email: gvo@food-jena.de