Makroaufnahme einer Erdnuss

Allergene in Lebensmitteln

Unsere Nachweisverfahren sind speziell auf Lebensmittel zugeschnitten. Das bedeutet wir können allergieauslösende Stoffe in Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten sowie in Reinigungsschritten präzise nachweisen. Welche Methoden wir für den Nachweis von Allergenen verwenden, ist von der Probenmatrix und den Fragestellungen unserer Kunden abhängig. Bei Bedarf bieten wir dazu gern eine persönliche Beratung an. 

Soll der Reinigungserfolg einer Fertigungsanlage im Lebensmittelbereich überprüft werden, geben wir hierzu gern Tipps und Hinweise. 

Rechtliches

Gemäß EU-Richtlinie 2003/89/EG (Erweiterung durch Richtlinie RL 2006/142/EG vom 22. Dezember 2006) müssen daher die 14 wichtigsten Allergene in Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Mit der am 13. Dezember 2014 in Kraft tretenden Lebensmittel-Informationsverordnung 1169/2011 (LMIV vom 25. Oktober 2011) gilt die Kennzeichnungspflicht auch für sogenannte „lose Ware“.

Als „allergen-frei“ gilt ein Lebensmittel, wenn sich analytisch keine Allergene nachweisen lassen. Eine Ausnahme besteht nur für Gluten. Hier gilt ein Grenzwert von 20 ppm (20 mg/kg) laut VO (EU) 828/2014.


Nachweis allergener Stoffe über spezifische Gene oder Proteine

Allergene werden im Labor entweder über die Proteine (ELISA) oder über die DNA (PCR/ RT-PCR) allergieauslösender Stoffe nachgewiesen. Das Untersuchungsergebnis wird quantitativ oder qualitativ angegeben. 

Die folgenden kennzeichnungspflichtigen Allergene können Sie bei uns nachweisen lassen:

Allergen Bestimmungs- grenze ELISA PCR/ RT-PCR Andere Methoden
Ei (Lysozym, Ovomucoid, Ovoalbumin) 0,5 ppm x
Erdnuss 1,5 ppm x
Fisch 0,01 % (ca. 20-50 ppm) x
Gluten 5 ppm x
Haselnuss 2,5 ppm x
Kaschunuss/Cashew 0,4 ppm x
Krustentiere/Krebstiere 1,0 ppm x
Lupine 2 ppm x x
Macadamianuss 1 ppm x
Mandel 2,5 ppm x
Milch (total) 2,5 ppm x
Milch-Casein 2,5 ppm x
Milch-ß-Lactoglobulin 0,5 ppm x
Milchzucker (Lactose) 4 mg/100 g enzymatisch
Paranuss 1 ppm x
Pecanuss x
Pistazie 1 ppm x
Sellerie 0,01 % (ca. 20 ppm) x
Senf 0,5 ppm x x
Sesam 2,5 ppm x
Soja 2,5 ppm x x
Sulfite x
Walnuss 2,0 ppm x
Weichtiere 0,5 ppm x

Sie suchen einen weiteren Allergen-Nachweis? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.


Allergenmanagement

Die Kontamination mit Allergenen ist in der Lebensmittelbranche nach wie vor ein wichtiges Thema. Mit der Lebensmittel-Informationsverordnung (EU) 1169/2011 (LIMV) wurde festgelegt, welche Stoffe als allergen gelten und gekennzeichnet werden müssen. Die Kennzeichnung ist für vorverpackte und lose Ware verpflichtend. 

Allen Betrieben, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten, transportieren, lagern und/oder verkaufen wird daher ein präzises Allergenmanagement empfohlen. Es hilft dabei die wichtigsten Ursachen für den unbeabsichtigten Eintrag von allergieauslösenden Stoffen im Blick zu behalten. Rückstands- und Reinigungskontrollen in Lebensmittelbetrieben sind die beste Absicherung gegen Kreuzkontaminationen. 

Im Fokus stehen dabei:

  • verunreinigte Rohstoffe,
  • Kreuzkontaminationen während der Produktion und
  • die Verpackung und Lagerung. 

Ein wichtiger Teil des Allergenmanagements sind deshalb regelmäßige interne Kontrollen und Probenahmen in sensiblen Bereichen. Sie verhindern kontaminierte Produktionschargen und im schlimmsten Fall Produktrückrufe.

Zur Bestimmung der Allergenbelastung können verschiedene Methoden der Probenahme angewendet werden. Möglich sind:

  • Beprobung von Rohstoffen, Zwischenprodukten und Endprodukten
  • Tupfer: direkter Oberflächenabstrich, z. B. in Produktionsanlagen und Maschinen
  • Spülwasser aus Reinigungsvorgängen


Dr. Reinhard Baier
Dipl. Biologe

Mail: molbio-jena@synlab.com

Tel. 03641/30 96-420
FAX. 03641/30 96-421

Dr. Lars Müller
Staatlich geprüfter Dipl.-Lebensmittelchemiker

Mail: lmc-jena@synlab.com

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