BVL-Bericht zieht ein positives Fazit: Kaum Beanstandungen aufgrund von Pestiziden in Lebensmitteln

Der aktuelle Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) über „Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln“ für das Jahr 2016 bestätigt die gute Qualität der Lebensmittel in Deutschland.

In den Bericht gingen die Ergebnisse von knapp 20.000 Lebensmittelproben pflanzlichen und tierischen Ursprungs ein. Davon wurden ca. 6.000 Proben zufällig ausgewählt. Alle anderen Proben wurden risikoorientiert gezogen. Das heißt, Produktgruppen, die in den vergangenen Jahren auffällig häufig mit Pestiziden belastet waren, wurden gezielt beprobt.

Obst und Gemüse wurde am häufigsten untersucht und wiesen im Mittel sehr gute Ergebnisse auf. 33,1% der Proben hatten gar keine quantifizierbaren Rückstände und nur 1,4% der untersuchten Proben wiesen Rückstände auf, die von der Lebensmittelüberwachung auch beanstandet wurden.

Bei häufig verzehrten Lebensmitteln wie Äpfeln, Bananen, Karotten und Kartoffeln wurden wie in den vergangenen Jahren auch kaum oder gar keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festgestellt.

Betrachtet man die Herkunft der untersuchten Proben, traten nur bei 1,7% aller Erzeugnisse aus Deutschland und bei 1,6% aller Erzeugnisse aus den EU-Ländern Grenzwertüberschreitungen auf. Produkte aus Drittländern überschritten mit 6,3% deutlich häufiger die Grenzwerte.

Negativ fielen exotische Obst- und Gemüsesorten, wie Mangos, Grapefruit, Ananas und Paprika mit Beanstandungsquoten von bis zu 3,4% auf. Aber auch frische Kräuter, wilde Pilze und Johannisbeeren zeigten überdurchschnittliche Beanstandungsquoten zwischen 3,7% und 6,0%.

Die häufigsten Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte wurden bei Kupfer, Fosetyl/Phosphonsäure, Quecksilber und Acetamiprid gefunden.

Rückstände chemischer Verbindungen können nicht nur während der Produktion ins das Lebensmittel gelangen, auch Verarbeitungsschritte wie Wasch- und Desinfektionsvorgänge können zur Kontamination führen. Insbesondere fallen Verbindungen wie Chlorat und Quartäre Ammoniumverbindungen (Didecyldimethyammoniumchlorid (DDAC) und Benzalkoniumchlorid (BAC)) auf.

Die Untersuchungen auf Rückstände und Kontaminanten belegen erwartungsgemäß auch die generell deutlich bessere Rückstandssituation bei Erzeugnissen aus ökologischem Anbau.

Den kompletten Bericht des BVL zu "Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln" finden Sie hier.
 

Unser Service für den Nachweis von Rückständen und Kontaminanten

Rückstände:

  • Pflanzenschutzmittel (mittels Multimethode)
  • Pflanzenschutzmittel (mittels Einzelmethoden), z.B. Glyphosat
  • Arzneimittel von veterinärmedizinischen Behandlungen
  • Lösungsmittelrückstände (z.B. Dichlormethan, n-Hexan)

Kontaminanten:

  • Mykotoxine durch Schimmelpilzbelastung
  • Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • Schwermetalle wie z.B. Blei, Cadmium, Quecksilber oder Arsen
  • Nitrat aus pflanzlichen Rohstoffen
  • Acrylamid aus erhitzten Lebensmitteln
  • Melamin aus belasteten Lebensmittel- und Futtermittelrohstoffen
  • 3-MCPD / 3-MCPD-Ester aus Veredelungsprozessen
  • Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/MOAH) aus Verpackungen
  • Aromatische Kohlenwasserstoffe wie BTEX bzw. Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylole und Styrol
  • Leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW)
  • Zinnorganische Verbindungen
  • polybromierte Diphenylether (Flammschutzmittel)
  • polyfluorierte Tenside (PFT) aus Löschschaum
  • chlorierte Naphthaline
  • Chlorbenzen
  • Algentoxine (Microcystine)

Unsere Labore arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung von analytischen Nachweismethoden. Unser Analysenspektrum ist daher immer auf dem neuesten Stand. Das ermöglicht unseren Kunden schnell und unkompliziert auf aktuelle Geschehnisse reagieren zu können.

Kontakt

Für Fragen zum Nachweis von Rückständen und Kontaminanten in Lebensmitteln stehen Ihnen unsere Experten gern zur Verfügung: 

Dr. Uwe Dornberger
Dipl. Chemiker

Mail: psm-jena@synlab.com
Tel. 03641/30 96-328
FAX. 03641/30 96-338